Im Zuge des 1999 eingeleiteten Bolognaprozesses greifen an den deutschen Hochschulen umfangreiche und tiefgehende Umstrukturierungen. Nicht selten führt die Geschwindigkeit der Veränderungen und die Flut wechselnder Vorgaben zu Frust. Nicht immer ist ein Sinn in den Umbaumaßnahmen erkennbar. Die folgenden Seiten unternehmen daher den Versuch, das neuartige Denken, das hinter der Studienreform steht, darzustellen und plausibel zu machen. Sie stellen keine offizielle Stellungnahme von AKAST dar, sondern sind von Patrick Becker (Eichstätt) und Oliver Reis (Dortmund) verfasst. Daher sind sie auch keine Grundlage für Akkreditierungsverfahren (die dort zu Grunde gelegten Kriterien sind im "Leitfaden für die Programmakkreditierung" zusammengefasst), sondern versuchen, das Anliegen, das hinter den Kriterien steht, plausibel darzustellen.
Dazu wird im Folgenden in fünf aufeinander aufbauenden Schritten vorgegangen. Es wird dargestellt:
- das konsekutive Denken,
- das Denken in Modulen,
- das Denken in Leistungspunkten,
- das Denken in Kompetenzen und
- die Umsetzung in der Katholischen Theologie.